International Einrichten: Der Wohnstil der USA

Die Wohnkultur der USA scheint uns in Deutschland aus zahllosen amerikanischen Filmen und Fernsehserien sehr vertraut. Dabei haben die eleganten Condos in Manhattan und die lichtdurchfluteten Villen am Strand von Kalifornien nicht allzu viel mit der amerikanischen Wohnrealität zu tun. Auch sind die regionalen Unterschiede groß. Hier möchte ich einige unterschiedliche Wohnstile vorstellen, die mir in den USA besonders gefallen haben.

Traditionsreich wohnen wie in Neu-England

© Hemera / ThinkStock

Der Nordosten der USA war die erste Region, die im 16. Jahrhundert von Europäern besiedelt wurde. Die riesigen Wälder lieferten das Holz, das bis heute die Außen- und Inneneinrichtung in dieser Region dominiert: Holzgetäfelte Wände und Decken, plüschige Möbel, die an Omas Wohnzimmer erinnern, Blümchentapeten und schwere Holzschränke gehören zum „Colonial Style“ genauso dazu wie offene Kamine, denn im Winter wird es empfindlich kalt. An den Küsten von Maine, Massachusetts und Connecticut wird auch die Seefahrt in Ehren gehalten: So ist eine maritime Deko mit Rettungsringen, kleinen Leuchttürmen und Fischernetzen in vielen Privathäusern zu finden. Auf den Betten dürften dicke Quilts – selbst zusammengenähte Überdecken – nicht fehlen, und Kopfkissen kann es gar nicht genug geben. Vier sind das Minimum.

Leben wie im sonnigen Kalifornien

Der Wohnstil im Südwesten der USA ist stark vom südlichen Nachbar Mexiko beeinflusst. Das ist kein Wunder, denn bis Mitte des 19. Jahrhunderts gehörte Kalifornien zu Mexiko, das wiederum von den Spaniern geprägt war. Die Wohnungseinrichtung ist oft in hellen Sandtönen gehalten mit einfachen schwarzen Metallrahmen für die Betten, hellem Holz für die restlichen Möbel und vielen mexikanischen und indianischen Accessoires wie z.B. die beliebten bunt gemusterten Decken, die in den USA auch gerne über die Sofas gelegt werden. Auch bunte Kacheln (Azulejos) finden häufig Verwendung. Wer den Garten kalifornisch einrichten will, kann einen kleinen Springbrunnen anlegen und darum sehr viel Grün anpflanzen.

Cowboyleben auf der Ranch

Auch in Deutschland lieben viele Menschen das Cowboyleben, das in unzähligen Filmen, Serien und Büchern beschrieben wurde. Eine echte Ranch mit Pferdestall und Kuhherde können sich jedoch nur die wenigsten leisten. Trotzdem lässt sich der Cowboystil auch in die eigene Wohnung holen: Pflicht ist hier die Verwendung von viel Holz, das eine gemütliche Atmosphäre schafft, sowie von Ledermöbeln. An die Wände werden Felle gehängt und indianische Quilts. Ein offener Kamin bietet Lagerfeuerromantik. So richtig komplett wird der Cowboy-Stil jedoch erst auf der Terrasse: Im Schaukelstuhl, mit der Flasche Bier in der Hand, kann der Cowboy hier die Füße in den Cowboystiefeln hochlegen und in den Sonnenuntergang schauen.

Autor: -- Mittwoch, 5. September 2012, 12:27 Uhr -- Themen: Wohnideen -- 0 Kommentare
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