Das Feng-Shui-Prinzip

In einem älteren Artikel habe ich schon einmal über den Asia Style geschrieben, der mir persönlich super gefällt. Zusätzlich möchte ich nun einmal über das chinesische Einrichtungsprinzip Feng Shui schreiben, das weniger mit der Wahl bestimmter Möbel oder Accessoires zu tun hat, als mit unterliegenden geistigen und seelischen Strömungen, die für mehr Wohlbefinden sorgen sollen.

Was ist Feng Shui eigentlich?

©Hemera / ThinkStock

Wörtlich übersetzt bedeutet Feng Shui „Wind und Wasser“ und steht für die uralte chinesische Lehre, Wohnräume (und auch Gräber und Gärten) so einzurichten, dass die Geister der Luft und des Wassers ihren Gefallen daran haben. Grundlegend sind beispielsweise das chinesische Prinzip von Yin und Yang sowie die Lehre der fünf Elemente (Erde, Metall, Wasser, Holz und Feuer). Der philosophische Unterbau des Feng-Shui-Prinzips hat dafür gesorgt, dass diese Lehre in Europa häufig als Hokuspokus abgetan wird. Das ist schade, denn viele Lehren des Feng Shui basieren letztendlich auf gesundem Menschenverstand.

Ein Beispiel: In der chinesischen Feng-Shui-Lehre gilt ein Sitzplatz mit dem Rücken zur Tür als ausgesprochen schlecht für das eigene Wohlbefinden. Dies wird wohl auch fast jeder im Westen an sich selbst feststellen, vor allem in Büros: Niemand fühlt sich wohl, wenn er die Tür nicht sehen kann und jederzeit mit Eindringlingen rechnen muss, die auf einmal hinter dem Rücken erscheinen. Ein kleiner Spiegel kann Abhilfe schaffen – besser ist es jedoch, einen Schreibtisch so zu positionieren, dass die Zimmertür immer im Blickfeld ist.

Wohnungscheck: Was lässt sich ändern?

An der Ausrichtung der Fenster oder dem Grundriss der Wohnung lässt sich natürlich nicht viel ändern. Doch viele Dinge lassen sich sinnvoller gestalten. So sehen Feng-Shui-Experten in dunklen Ecken in einem Zimmer einen Ort, an dem sich Energie staut – ähnlich wie bei einem schwarzem Loch. Hier hilft schon eine Stehlampe oder ein kleines Beispieltischchen mit einer Lampe darauf.

Wichtig ist auch eine harmonische Mischung der fünf Elemente, die durch bestimmte Materialen symbolisiert werden: Feuer wird durch die Farben Rot und Orange symbolisiert sowie durch Kerzen und andere Lichtquellen. Das Feuer wird durch das Element Erde ausgeglichen, das in Materialen wie Keramik und Terrakotta zum Ausdruck kommt und in Erdfarben wie Beige und Braun. Das Element Wasser lässt sich am besten durch einen Zimmerspringbrunnen repräsentieren sowie durch fließende Formen in Blautönen. Wer keinen Springbrunnen anlegen kann oder will, kann beispielsweise auch eine große Schale mit Wasser füllen und Schwimmkerzen darauf setzen. Die Elemente Metall und Holz werden durch entsprechende Möbel und Accessoires vertreten.

Autor: -- Donnerstag, 1. November 2012, 8:43 Uhr -- Themen: Wohnideen, Zimmergestaltung -- 0 Kommentare
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