Bauhausstil, Chinoiserie und Rokoko – einrichten mit Stil

Plastikmöbel von der Stange und puristische Moderne sind nicht jedermanns Sache. Restaurierte Möbel vergangener Epochen und Replikate erfreuen sich stattdessen großer Beliebtheit. Wohnraum soll wieder ein Gesicht haben!

Schöne antike Möbel

© David De Lossy/Photodisc/Thinkstock

Zeitlose Einrichtungstrends

Jede Epoche hat ihren ganz eigenen Stil und Trends kommen und gehen so regelmäßig wie die vier Jahreszeiten. Es gibt jedoch stilgebende Designs und zeitlose Einrichtungsstile, die auch viele Dekaden nach ihrer Entstehung noch immer auf großen Anklang stoßen. Im Internet findet man gebrauchte Chippendale Möbel und auch auf Flohmärkten sind mitunter Schnäppchen zu finden, die mit vergleichsweise wenig Aufwand restauriert werden können. Besonders beliebt sind derzeit der französische sowie der englische Landhausstil. Klassische, handgefertigte Holzmöbel zeugen von Geschmack und Stil, während die Massenware großer Möbelhäuser bei vielen Menschen nicht mehr wirklich auf Zustimmung trifft. Auch unter finanziellen Aspekten ist ein derartiges Mobiliar, das ja meist gebraucht erstanden wird, mit eindeutigen Vorteilen verbunden. Kunsttischler, begabte Möbelschreiner und die großen Designer vergangener Tage sind zudem bei Kennern derzeit wieder hoch angesehen. Die geerbte Biedermeierkommode oder der Eigentisch von anno dazumal erfahren auf diese Weise ihre Renaissance.

Klassische Möbel: Gemütlichkeit und Wärme

Bücherregale, der obligatorische Ohrensessel, Holz in warmen Farben, klassische Formen und dazu passendes Licht können einen Raum – vorzugsweise das Wohnzimmer – so richtig gemütlich machen. Auch Kunstgegenstände fügen sich in eine solche Einrichtung perfekt ein. In ein Zimmer, das im englischen Landhausstil eingerichtet wurde, machen sich Ölgemälde zum Beispiel sehr gut. Das heißt aber nicht, dass man hier wahllos irgendwelche Schinken aufhängen sollte, nur weil die Goldrahmen so schön zum Mobiliar passen! Auch hier gilt es, ein Gespür für Stil an den Tag zu legen. In den Kleinanzeigen und auf den diversen Tauschbörsen im Internet sind Möbel im Barock-Stil sehr beliebt. Wer es aber mit Schnörkeln, Rocaillen und Blattgold übertreibt, überschreitet mitunter die Grenze zum Kitsch. Auch das kann seinen Reiz haben, doch die Übersättigung wird von den meisten Innenarchitekten doch eher negativ aufgefasst. Außerdem sollten entsprechende Einrichtungsgegenstände aufgearbeitet und gepflegt werden, damit die eigenen vier Wände nicht irgendwann die Anmutung eines Sperrmülllagers annehmen. Und natürlich muss ein roter Faden erkennbar sein. Ein wildes Durcheinander tut im Enddefekt auch nur in den Augen weh!

Autor: -- Mittwoch, 5. Juni 2013, 17:52 Uhr -- Themen: Dekoration, Möbel -- 0 Kommentare
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