Schöner Garten mit Hortensien

Lange Zeit galten sie als altmodisch und waren somit in Vergessenheit geraten – die Rede ist von Hortensien. Die üppige Blütenpracht in sanften Farben erlebt wieder eine Renaissance und ist beliebter denn je zuvor in deutschen Gärten. Die Pflanze, die eine romantische Stimmung im Garten verbreitet, ist eigentlich ziemlich pflegeleicht. Einige Hinweise sollten dennoch beachtet werden, denn dann belohnt die Hortensie jeden Gartenbesitzer mit prachtvollen Blüten.

Pinke Hortensie

© flickr.com / Diddy.K

Der richtige Standort

Bei der Wahl des Standortes für die Hortensie gibt es nicht viel zu beachten, denn die Pflanze ist relativ anspruchslos. Im Prinzip können Hortensien in jedem Boden wachsen, solange dieser luftig ist und die Feuchtigkeit gut hält, diese aber nicht staut. Der pH-Wert des Bodens sollte am besten leicht sauer sein, doch auch in anderen Böden können die meisten Hortensienarten gut gedeihen. Allein die blaue Hortensie bildet da eine Ausnahme und braucht einen besonderen Boden, um ihre blaue Farbe zu behalten. Hortensien, auch Hydrangea genannt, mögen keine direkte Mittagssonne und sollten deshalb im Schatten beziehungsweise im Halbschatten gepflanzt werden. Abhängig von der Sorte, kann die Pflanze auch in einem Kübel gehalten werden. Denn manche Hortensien sind nicht winterhart und müssen bei richtiger Kälte im Wurzelbereich vor Frost geschützt werden.

Tipps zum Rückschnitt

Die meisten Hortensienarten brauchen nicht großartig beschnitten werden. Bei diesen reicht es in der Regel die abgestorbenen oder erfrorenen Triebe abzuschneiden und die Pflanze an einigen Stellen etwas auszulichten. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Hortensie nicht bereits Blüten angelegt hat, denn schneidet man diese Triebe ab, blüht sie nicht mehr so üppig. Manche Hortensienarten, wie beispielsweise Rispen- oder Waldhortensien, können im Winter kräftiger zurückgeschnitten werden. Für den Rückschnitt von abgestorbenen, trockenen Trieben eignen sich, je nach Größe der Hortensie, spezielle Garten- oder Astscheren, wie zum Beispiel die Fiskars PowerGear™ Amboss-Getriebeastschere (40cm), die speziell für trockenes Holz geeignet ist.

Wässern und Düngen

Wasser ist ein wichtiger Punkt in der Hortensienpflege, das finden auch die NDR Gartenexperten. Hortensien vertragen überhaupt keine Staunässe, doch austrocknen sollte der Boden auch nicht. Deshalb gilt es, darauf zu achten, dass der Erdboden stets mit genügend Feuchtigkeit versorgt wird, überschüssiges Wasser aber auch gut abfließen kann. Das gilt insbesondere für Kübelhortensien. Wenn Sie in Ihrem Garten Platz für ein Wasserfass haben, sammeln Sie in diesem Regenwasser, denn Hortensien mögen es ganz besonders gern. Ansonsten reicht es, wenn sie mit weichem Wasser gegossen werden. Bei der Düngerwahl ist darauf zu achten, dass das Verhältnis zwischen Stickstoff und Phosphor stimmt. In der Regel mögen Hortensien wenig Phosphor und dafür etwas mehr Stickstoff. Daher eignet sich neben herkömmlichem Hortensiendünger auch Azaleen- oder Rhododendrondünger.

Die blaue Hortensie

Die blaue Hortensie bildet eine Ausnahme und erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit, als ihre “gewöhnlichen” Artgenossen. Eigentlich handelt es sich bei der blauen Hortensie um eine Bauernhortensie, die normalerweise pinke Blüten trägt. Aufgrund der besonderen Zusammensetzung des Bodens, lassen sich ihre Blüten blau färben. Das wichtigste hierbei ist, dass der Boden sauer ist und dabei einen pH-Wert von 4,0 bis 4,5 aufweist. Die zweite Voraussetzung ist der entsprechende Aluminiumgehalt – dieser kann zum Beispiel durch die Zugabe von Kalialaun aus der Apotheke erreicht werden. Für die Blaufärbung der Blüten sorgt das Aluminium, doch damit es von der Pflanze aufgenommen werden kann, muss der Boden sauer sein. Solange der Boden sauer bleibt und der Aluminiumgehalt stimmt, wird Ihre Hortensie blaue Blüten tragen.

Autor: -- Mittwoch, 17. Juli 2013, 17:43 Uhr -- Themen: Allgemein, Garten/Terrasse -- 0 Kommentare
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