Zeig‘ mir wie du wohnst

Nirgendwo sonst kann man seinen Wünschen und den eigenen Vorlieben so nachgehen, wie bei der Einrichtung seiner eigenen Wohnung. Viele entwickeln dabei ihren ganz eigenen Stil, wiederum andere lassen sich von bekannten Stilrichtungen inspirieren.

Für viele hat die Einrichtung der Wohnung etwas mit Selbstdarstellung und Selbstverwirklichung zu tun. Den Satz: „Die Wohnung passt zu dir“ oder „Man sieht sofort, dass Du hier wohnst“ nehmen daher die meisten als riesiges Kompliment an. Zeigt es doch, dass sie mit der Wohnung und der Einrichtung etwas geschafft haben – und zwar ihre eigene Persönlichkeit darzustellen und auszudrücken. Die passende Inneneinrichtung zum Wohlfühlen zu finden, ist ein Prozess, der Zeit braucht. Wer noch keine genauen Vorstellungen hat, wie die eigene Wohnung später aussehen soll, der kann sich bei verschiedenen, bekannten Stilrichtungen Inspiration für die Raumgestaltung holen. Letztendlich muss die Devise bei der Auswahl an Stil-Möglichkeiten aber noch immer lauten: Fühlr Ihr Euch wohl in der eigenen Wohnung und erkennt Ihr Euch in ihr wieder, könnt Ihr nicht viel falsch gemacht haben.

Zimmer im Retro-Stil

© Stockbyte/Thinkstock

Einrichtungsstile:

  • Minimalistisch: Der minimalistische Einrichtungsstil ist noch eine vergleichsweise junge Form in der Geschichte des Einrichtens. Beinahe gleichbedeutend mit dem „Clean Chic“ spielen hier vor allem die Farbe Weiß, durchsichtige Materialien, gerade Kanten und kühler Stahl eine Rolle. Bei der Einrichtung lautet das Motto: weniger ist mehr. Verspieltheit und Dekoration sucht man hier vergeblich. Alles wirkt durchstrukturiert, kühl und klar.
  • Asiatisch: Die Einrichtungsgegenstände beim Asia-Stil bestehen häufig aus Bambusholz. Kunstfiguren wie Buddhas und weitere Einrichtungsgegenstände wie Paravents, Futon-Betten und asiatische Lampione und Leuchten verbreiten zeitlose Eleganz. Häufig kombinierte Farben sind Weiß als Wandfarbe mit schwarzen und roten Akzenten. Der asiatische Stil soll in erster Linie Ruhe ausstrahlen.
  • Französisch: Räume, die im französischen Stil eingerichtet sind, sind nicht beladen mit kleinen Dekoartikeln, Wert aufs Detail wird allerdings bei den Möbeln gelegt. Kunstvoll geschnitztes Kirsch- und Nussbaumholz findet bei den Franzosen besonderen Anklang. Luxuriöse und prunkvolle Lüster sowie edel verzierte Spiegel mit Messingrahmen finden ebenso ihren Platz. Nicht selten wird dazu eine Blumentapete kombiniert. Häufig verwendete Farbtöne sind Grün, aber auch Lavendel.
  • Landhaus-Stil: Natürliche Materialien wie Holz, Rattan, Stein oder Ton spielen beim Landhausstil eine große Rolle. Bei der Möblierung stehen oft mit Leder bezogene Möbel im Vordergrund, wobei diese meist einen antiken Touch haben. Ein gutes Beispiel dafür ist der beliebte Ohrensessel. Was die Dekoration angeht, finden sich häufig reich bemustertes Porzellan, Trockenblumengestecke und kitschige Puppen in den Räumen an. Auch die Blumentapete ist ein nicht selten vorkommendes Stilmittel.
  • Kolonialstil: Beim Kolonialstil, welcher ein Zusammenspiel aus traditionellem europäischen Einrichtungen und Accessoires aus den ehemaligen Kolonien der Kolonialmächte ist, finden sich in erster Linie große und schwere Sessel sowie antike Massivholz-Schränke. Goldspiegel und Jagdtrophäen hängen an den Wänden. Nicht selten findet man dort auch eine Landkarte. Aufgrund der Möbelgrößen sollte der Kolonialstil nur in weitläufigen Räumen Einsatz finden, sonst wirkt der Raum atmosphärisch zu klein gedrückt.
  • Skandinavisch: Die Kombination aus viel Weiß und Holz sind das A und O der skandinavischen Einrichtung. Helle Fußböden aus Holzdielen, leichte Holzjalousien geben den Räumen ihre Gemütlichkeit. Die Möbel haben meist traditionelle Formen und sind hell gehalten. Accessoires wie kleine flauschige Teppiche auf dem Boden, tiefhängende Deckenlampen sowie edle Glasvasen und Landschaftsbilder an den Wänden prägen das Bild in den Häusern und Wohnungen in Skandinavien.
  • Retro-Design: Außergewöhnliche Formen und stark kontrastierende Farben sind maßgeblich, was das Mobiliar und die Einrichtung im Retro- oder Pop-Art-Stil angeht. Die 60er Jahre standen Pate für diesen Stil. Accessoires wie Lavalampen, Kissenbezüge in grafischen Mustern, Kunstdrucke an den Wänden sind unverzichtbar. Der alte Plattenspieler sowie die Plattensammlung finden in den Regalen als unverzichtbare Highlights Platz. Beliebt sind zudem Teak-Holzmöbel oder Sitzmöbel aus buntem Kunststoff.
  • Mediterran: Großzügige Möbel aus Holz oder Rattan, Vasen und Fließen aus Terrakotta und helle, weiche Sandfarben und Ockertöne charakterisieren diesen Stil. Große Töpfe mit Pflanzen sollen für südliches Flair sorgen. Viele nehme diesen Stil aus ihrer Urlaubsstimmung heraus mit nach Hause. Hier muss aber darauf geachtet werden, dass die Räume hierzulande mit Möbeln und Pflanzen nicht zu voll gestellt werden. Der Lichteinfall, der im Süden natürlich viel größer ist, wirkt sich enorm auf die Wirkung des Zimmers aus.
  • Orientalisch: Antike Einzelstücke mit Goldverzierungen, mit Mosaiken bestückte Spiegel und Lampen sowie reich bestickte Kissen sind ein unbedingtes Muss in der orientalischen Einrichtungsform. Ganz allgemein gibt es viel Stoff in Form von wallenden Vorhängen, Wohndecken und unzähligen Sofakissen. Niedrige Tische und dazu kombinierte Bodenkissen strahlen Gemütlichket aus und sollen zum Teetrinken einladen. Dabei dominiert viel Farbe den Raum: Besonders beliebt sind Rot- und Brauntöne.

Ganz gleich, wie Ihr Eure Räume gestaltet: Neben Euren persönlichen Vorlieben sollten folgende Aspekte unbedingt mitbedacht werden: Die Größe und Helligkeit der Räume. Zwängt Euren Räumen keine Funktion auf, die einfach nicht passt.

Autor: -- Montag, 26. August 2013, 11:33 Uhr -- Themen: Zimmergestaltung -- 0 Kommentare
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